Pacing bei ME/CFS: Was es bedeutet und warum es Leben verändern kann
Wer mit ME/CFS, Long Covid oder Post-Vac lebt, kennt das Gefühl: Man versucht, den Tag so gut wie möglich zu gestalten – und zahlt dafür am nächsten Tag mit einem schweren Crash. Genau hier setzt Pacing an. Doch was bedeutet Pacing eigentlich, und warum kann es so lebensverändernd sein?
Wer mit ME/CFS, Long Covid oder Post-Vac lebt, kennt das Gefühl: Man versucht, den Tag so gut wie möglich zu gestalten – und zahlt dafür am nächsten Tag mit einem schweren Crash. Genau hier setzt Pacing an. Doch was bedeutet Pacing eigentlich, und warum kann es so lebensverändernd sein?
Wer mit ME/CFS, Long Covid oder Post-Vac lebt, kennt das Gefühl: Man versucht, den Tag so gut wie möglich zu gestalten – und zahlt dafür am nächsten Tag mit einem schweren Crash. Genau hier setzt Pacing an. Doch was bedeutet Pacing eigentlich, und warum kann es so lebensverändernd sein?
Was ist Pacing bei ME/CFS?
Pacing bedeutet, die eigene Aktivität konsequent innerhalb der persönlichen Belastungsgrenze zu halten – der sogenannten Baseline. Bei ME/CFS und Long Covid ist diese Grenze oft sehr niedrig und schwer einzuschätzen, weil die Erschöpfung oft zeitverzögert auftritt. Man fühlt sich morgens gut, ist aktiv – und bricht am Abend oder am nächsten Tag zusammen.
Dieses Phänomen heißt Post-Exertional Malaise (PEM) – eine Verschlechterung aller Symptome nach körperlicher, kognitiver oder emotionaler Belastung. Pacing ist die wirksamste bekannte Strategie, um PEM zu vermeiden und Stabilität zu gewinnen.
Dieses Phänomen heißt Post-Exertional Malaise (PEM) – eine Verschlechterung aller Symptome nach körperlicher, kognitiver oder emotionaler Belastung. Pacing ist die wirksamste bekannte Strategie, um PEM zu vermeiden und Stabilität zu gewinnen.
Positive Pacing: Der Ansatz, der alles verändert
Das klassische Pacing konzentriert sich oft darauf, was man nicht tun darf. Positive Pacing geht einen anderen Weg: Es fragt, was möglich ist – innerhalb der eigenen Grenzen. Es verbindet präzises Symptom-Tracking mit einem positiven, selbstwirksamen Umgang mit der Erkrankung.
Als Betroffene mit ME/CFS und Long Covid habe ich die Positive Pacing Methode aus eigener Erfahrung entwickelt. Sie basiert auf drei Säulen:
- Baseline erkennen: Deine individuelle Belastungsgrenze für körperliche, kognitive und emotionale Aktivität bestimmen
- Symptome dokumentieren: Den Zusammenhang zwischen Aktivität und Reaktion des Körpers sichtbar machen
- Aktiv erholen: Nicht nur ruhen, sondern gezielt das Nervensystem regulieren
📖 Mehr dazu in meinem Buch
In „Mehr als Überleben“ findest du ausführliche Strategien und Hintergründe zu diesem Thema – alltagstauglich aufbereitet.
Zum BuchWarum Pacing so schwer ist – und wie es leichter wird
Viele Betroffene wissen theoretisch, was Pacing bedeutet – und scheitern trotzdem. Der Grund: Es ist unglaublich schwer, die eigene Belastungsgrenze zu spüren, bevor man sie überschreitet. Besonders wenn man an guten Tagen endlich wieder etwas leisten kann und die Energie auskosten möchte.
Ein strukturiertes Symptomtagebuch kann hier den Unterschied machen. Es macht unsichtbare Muster sichtbar und hilft dabei, die eigene Baseline über Zeit zu verstehen – und einzuhalten.
Der erste Schritt: Deine Baseline finden
Deine Baseline ist nicht statisch. Sie verändert sich – mit dem Tagesrhythmus, dem Wetter, emotionalem Stress, Schlafqualität. Ein gutes Pacing berücksichtigt all das. Es ist keine starre Regel, sondern ein lebendiger, respektvoller Umgang mit dem eigenen Körper.
Wenn du bereit bist, diesen Weg zu gehen, begleite ich dich dabei. Mein Buch Positive Pacing ist ein Symptomtagebuch und Coaching-Begleiter in einem – entwickelt von einer Betroffenen für Betroffene.
Wenn du noch tiefer in die Themen Baseline, Nervensystem-Regulation und Crash-Management einsteigen möchtest: In meinem Buch Mehr als Überleben erkläre ich ausführlich, wie du ME/CFS wissenschaftlich besser verstehst und praktische Strategien für den Alltag entwickelst.
- Was ist Pacing bei ME/CFS?
- Positive Pacing: Der Ansatz, der alles verändert
- Warum Pacing so schwer ist – und wie es leichter wird
- Der erste Schritt: Deine Baseline finden
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